Pressemitteilungen

Pressemitteilungen der heristo Gruppe

Mitteilung 141 - 149 (von 149)
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8
21. April 2004
Brotbelag: auf der Suche nach Wertschöpfung
In diesem Fall brachte es nicht die Sonne, sondern die Panel-Umstellung der GfK auf das sogenannte Consumer-Scan-Fresh-Food Panel an den Tag, das bedeutsamste Teilsortiment, was Absatz, Umsatz und Ertrag bei Brotbelag und Frühstücksprodukten angeht, ist Wurst. Bei Verbrauch und Ausgaben privater deutscher Haushalte für Brotbelag und Frühstücksprodukte dominieren Fleisch- und Wurstwaren mit 54,4 % der Menge und 62,9 % des Wertes mit weitem Abstand diesen Teilmarkt, der sich im Erhebungsformat der GfK aus Käse, süßen Brotaufstrichen, Cerealien, Müsli, Haferflocken und eben Fleisch- und Wurstwaren zusammensetzt.

So stellt die Stockmeyer-Marktforschung im Hinblick auf die Panel-Umstellung fest, daß die ausgewiesene Mengensteigerung von 2,9 % von 2002 mit 51,5 % auf 54,4 % in 2003 bei Fleisch- und Wurstwaren dieser neuen Erhebungsqualität geschuldet sei, ebenso die Steigerung im Wert von 1,2 % von 61,7 % in 2002 auf 62,9 % im vergangenen Jahr. Dementsprechend seien auch die anderen Werte zurechtgerückt worden, der Mengenanteil von Käse sei durch diese Umstellung um 1,5 % auf 28,6 % im Jahr 2003 reduziert worden, süße Brotaufstriche hätten ebenso 1 % in der Menge verloren, der Bereich Cerealien und Müsli 0,4 % und liege jetzt bei 7,4 %.

Wertmäßig habe Käse in dieser Jahresbetrachtung 1,1 % verloren, süße Brotaufstriche stagnierten bei 5,2 % und Cerealien, Müsli und Haferflocken gingen 0,1 % auf 3,4 Punkte zurück.

Diese Daten korrespondierten zu den Feststellungen der Stockmeyer-Marktforschung in Verbindung mit der ZMP-Untersuchung „Verzehrsverhalten in verschiedenen Lebenszyklusphasen“, wonach
  • 1/5 der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fleisch- und Wurstwaren zum Frühstück bevorzugten,
  • bei jungen Paaren ohne Kinder deutlich mehr als 1/5 (23,4 %) für Wurst votierten,
  • 22,8 % aller jungen Familien mit Kindern Wurst bevorzugten und
  • 20 % aller Rentnerpaare Fleisch- und Wurstwaren auf das Frühstücksbrot legen.

Das 2. Frühstück, so Hans-Jürgen Meschkat von der WESTFÄLISCHEN FLEISCHWARENFABRIK STOCKMEYER GMBH, sei sogar unangefochten die Domäne von Fleisch- und Wurstwaren, hier ergäben sich auch nach den Daten der ZMP in allen 4 Befragungskategorien Spitzenwerte für gute Wurst. Frühstücks-Aktionen mit Wurst seien also durchaus geeignet, zusätzliche Umsatzpotentiale zu erschließen.

Zugegebenermaßen seien die Anforderungen der unterschiedlichen Zielgruppen an Fleisch- und Wurstwaren ebenso unterschiedlich, diese habe man aber mit dem Sortiment STOCKMEYER DEUTSCHE MARKENWURST allesamt aufgegriffen. Gefragt seien Rohwurstspezialitäten im Servierschnitt auf dem Teller wie BonAroma, kleine Ensemble-Packungen wie beispielsweise die Aufschnitt-, Kombi-, Gourmet- und Genießerplatten, ebenso Produkte des Wellness-Sortimentes PROVITAL. Vielfalt sei gefragt, was die Sorten, die Packung, deren Größe und die Portionierung angehe.

Die Erkenntnisse jüngst veröffentlichter Studien, wonach der Verbraucher beim Einkauf den Überblick verloren habe und die Einfachheit liebe, seien eine Deutungsweise. Lt Meschkat gelte aber auch diese Ansicht: „Es gibt nicht den Verbraucher, vielmehr haben wir es mit Menschen zu tun, die recht unterschiedliche Wahrnehmungsgewohnheiten, Verhaltensweisen, Wünsche und Vorstellungen haben. Hierzu gehört das richtige Angebot am richtigen Ort, hier die Einfachheit, dort die Vielfalt, jeweils zum richtigen Preis“.
21. April 2004
30. März 2004
Kochen ist out, auch bei knappen Kassen
Noch nie war die Zustimmung zu dem Statement „Ich koche gern“, abgefragt im Rahmen der jährli-chen Verbraucheranalyse, so gering wie derzeit und der weitere Niedergang ist absehbar. Gewinner in-nerhalb der klassischen Sortimente des Lebensmit-telhandels sind ganz allgemein Produkte mit hohem Convenience-Grad, speziell Fertiggerichte aller Art, sieht man von Trockenfertiggerichten einmal ab. Zwar gab es im vergangenen Jahr bei tiefgekühlten Fertiggerichten einen „Dämpfer“, das Wachstum be-trug lediglich 1 % und das Umsatzvolumen lag bei 1,6 Mrd. €, die klassischen Naßfertiggerichte legten hingegen 16 % auf rd. 740 Mio. € zu.

In den bedeutsamen Kategorien dieses Teilmarktes, Dosenfertiggerichte einschließlich Eintöpfe und Schalengerichte, Kerngeschäftsfelder der BUSS GMBH in Ottersberg, einem Tochterunternehmen der Unternehmensgruppe STOCKMEYER AG, fie-len die Zuwachsraten deutlich aus. Eintöpfe und Do-senfertiggerichte verbesserten sich auf Basis Wert um 7 % auf 455 Mio. €, Schalengerichte legten 44 Punkte im Umsatz zu, ein Wachstum, das hauptsäch-lich von Einkammer- bzw. Komplettgerichten getra-gen wurde. Das unentwegte Wachstum führt die Stockmeyer-Marktforschung, vergleichbar dem Produkt Kartof-felsalat bei Feinkostsalaten, auf den Rückgang der Küchenfertig- und Kochfähigkeiten zurück, Ver-schiebungen im Zeitbudget der Verbraucher, den ho-hen Anteil kleiner Haushalte und die ungebrochene Mobilität der Konsumenten, sei es teilweise auch ar-beitszeitbedingt. Den knappen Kassen geschuldet sei die anhaltende Hinwendung zur Vertriebsform Discount, auf die bei Dosenfertiggerichten 44 % der Menge und bei Ein-töpfen annähernd die Hälfte des Absatzes entfielen. Zum Vergleich: Verbrauchermärkte bestritten 41 % des Absatzes bei Dosenfertiggerichten und etwas ü-ber 38 % bei Eintöpfen.

Diese Entwicklung geht einher mit dem Trend zu Handelsmarken, die bei Dosenfertiggerichten jetzt einen Absatzanteil von einem Viertel des Gesamtvo-lumens beanspruchen. Interessant in diesem Zusam-menhang, die niedrigsten Käuferreichweiten erreichen Dosenfertiggerichte in Baden-Württemberg und Bayern, jeweils um die 50 %, die höchsten verzeich-nen Mecklenburg / Brandenburg, der Bereich Nord-West und Nordrhein-Westfalen mit deutlich über 67 %. Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 61,7 % aller Haushalte.

BUSS konnte bei Dosenfertiggerichten seine Marktanteile auf Basis Menge bei 4 % stabil halten, dasselbe gilt für Eintöpfe. Im Teilmarkt gekühlte Kom-plettgerichte, hier findet das eigentliche, überdurchschnittliche Marktwachstum statt, hielt die Stock-meyer-Gruppe als Pionier für küchenfertige, gekühlte Komplettgerichte, ihren hohen Marktanteil von gut 25 %. Nimmt man handelseigene und Handels-Marken hinzu, bleibt BUSS der „Leitwolf“ in diesem Marktsegment, dessen Mengenvolumen (2003 neue Produktgruppendefinition inkl. Currywurst) auf 31.892 t stieg. Auch in diesem Teilmarkt, der inzwi-schen zu über 70 % Einkammer-Angebote beinhaltet, dominiert die Vertriebsform Discount mit 53 % der abgesetzten Menge.

Angesichts der Gesamtentwicklung ist man bei BUSS mit der stabilen Position der Premium-Marke OMI’S sehr zufrieden, zeigt sich doch in Zeiten knapper Kassen, daß guter Geschmack mit dem „gewissen Etwas“ nach wie vor nachgefragt wird.
30. März 2004
Mehr als Feinkost: Fisch und Feines von Appel
Das 125. Jubiläum (in Worten: einhundert-fünfundzwanzig) begeht man bei der Appel-Feinkost GmbH in diesem Jahr. 1879 gründete Heinz Wilhelm Appel das Unternehmen gleichen Namens, 1905 wird die erste „Majonäse nach deutschem Geschmack hergestellt, 1912 ersetzt Heinz Appel, der Sohn des Firmengründers den bislang gebräuchlichen Begriff „Delicatessen“ durch seine Wortschöpfung Feinkost. Zu Beginn der 30er Jahre ist die Appel AG das „größte deutsche Feinkostwerk“, 1939, zum 60jährigen Firmenjubiläum, umfaßt das Markensortiment weit über 1000 Artikel.

Die wechselvolle Geschichte nach dem 2. Weltkrieg, Wiederaufbau, Zusammengehen mit Frenzel und Verlagerung des Firmensitzes nach Düsseldorf, findet 1999 ihren Abschluß, die Unternehmensgruppe Stockmeyer AG übernimmt das Traditionsunternehmen und integriert es als Marke mit Premiumanspruch in seine Feinkostsparte.

Erhebliche Vorleistungen waren vonnöten, Investitionen in neue Betriebsstätten, deren Verzahnung mit dem gruppeneigenen Qualitätsmanagement-System, die Überarbeitung und Straffung vorhandener und die Entwicklung neuer Produkte, ganzer neuer Teilsortimente und deren sukzessive Implementierung am Markt, um an die Tradition der „Marke mit dem Hummer“ und deren hohe Qualität anzuknüpfen. Diese Aufgaben sind im Jubiläumsjahr 2004 ebenso abgeschlossen wie jene, den im Jahr 2002 erfolgten Zukauf von Richter & Greif mit der Marke Norda, nebst Handels- und Eigenmarken zu integrieren. Und pünktlich zum Jubiläum verlegte man den Firmensitz und die Verwaltung von Hamburg in die hochmoderne Produktionsstätte nach Cuxhaven.

Durch den Erwerb, die Integration und Neuausrichtung von Appel und den Erwerb von Norda ergaben sich innerhalb der Gruppe wertvolle Synergieeffekte. Als Premiumanbieter ist Appel zwischenzeitlich wieder in nahezu allen Segmenten des Feinkostmarktes, im Trockensortiment, bei kühlbedürftigen Spezialitäten und im Teilmarkt Tiefkühlkost vertreten.

Die Bilanz im 125. Jahr des Bestehens kann sich sehen lassen:
  • Das Angebot ungekühlt haltbarer Produkte beinhaltet neben den Klassikern Mayonnaise, Remoulade, Würzsaucen, Fischkonserven mit vielen Neuheiten, einen neuen Brotaufstrich Paté del Mar, aber auch feine Zutaten und Spezialitäten bis hin zur Zucker-Couleur.
  • Zu den kühlpflichtigen Produkten zählen Heringsröllchen, übrigens mit dem Deutschen Verbraucherpreis als Produkt des Jahres 2002 ausgezeichnet und mit dem Testurteil „sehr gut“ der Zeitschrift Öko-Test geadelt, Fischspezialitäten wie Sardellen-Filets, deutscher Kaviar, aber auch Sardellenpaste, überdies ein Dreier-Sortiment nordischer Spezialitäten „Heringshappen“ und – erst jüngst eingeführt – Appetit Sild.
  • Im TK-Bereich ist man mit einem Sortiment hochwertiger Fischspezialitäten vertreten, das „noblesse oblige“ der Marke zeigt sich auch hier in der Liebe zum Detail, beispielsweise der Verfeinerung von Jacobs-Muscheln mit Muscadet-Wein.

Als gutes Zwischenergebnis kann man bewerten, daß 2 von 3 Bundesbürgern Appel kennen und als „exklusive Marke“ mit „höchster Qualität“ schätzen.

Betrachtet man vor diesem Hintergrund die Segmente des Feinkostmarktes, lt. GfK im Jahr 2003 mit einem Volumen von über 1,6 Mrd. €, stellt man fest, nahezu alle Segmente werden von der Unternehmensgruppe Stockmeyer AG und deren Feinkostsparte abgedeckt.

Appel dominiert bei den dünnflüssigen Würzsaucen mit den drei Klassikern „aus einer Hand“ , Worcester-, Soja- und Pfeffersauce, brilliert mit den Traditionsprodukten Mayonnaise und Remoulade, bietet Spezialitäten wie Mango Chutney, Cumberland-Sauce, aber auch Sambal Oelek.

Feinkost, eher Fisch und Feines, sind auch Produkte wie die bereits erwähnten Heringsröllchen, sei es in Sherry-Aufguß, in Delikateß-Mayonnaise, Curry-Crème oder anderen köstlichen Varianten, Nordische Heringshappen oder Appetit Sild.

Schon Domizlaff stellte fest, jede Marke müsse über ein eigenes, unverwechselbares Gesicht verfügen, eine Analogie zum Menschen. Bei Appel hat man dieses Gesicht einfühlsam und erfolgreich einem „Anti-Aging-Programm“ unterzogen. Auch nach 125 Jahren vermittelt die Marke Appel deshalb in jeglicher Hinsicht einen zeitgerechten und unverwechselbaren Eindruck, der zu Recht in der Empfehlung an den Verbraucher gipfelt, „immer etwas Appel im Haus zu haben“. 31. März 2004
12. Februar 2004
Fleisch- und Wurstwaren sind Frühstücksprodukte
Wer Wertschöpfung und Ertrag steigern möchte, so die STOCKMEYER-Marktforschung, müsse die institutionalisierten Frühstücksaktionen im Handel um Fleisch- und Wurstwaren erweitern. Eine Studie der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle in Zusammenarbeit mit der CMA unter dem Titel „Verzehrsverhalten in verschiedenen Lebenszyklusphasen“ liefere hierfür schlüssige Argumente.

Zunächst und insgesamt betrachtet, kommen die Autoren dieser Studie zu dem Schluß, daß 86 % aller Bundesbürger ein Frühstück zu sich nähmen, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind die Werte entsprechend niedriger, bei Rentnerpaaren durchgängig höher (97 %). Bei der Zwischenmahlzeit am Morgen sind jene Gruppierungen stärker vertreten, die das erste Frühstück zu Hause ablehnen.

Und noch etwas scheint bei dieser Studie bedeutsam, der Vergleich zwischen dem Frühstück im Haus und jenem außer Haus. Insgesamt nehmen 86,4 % aller Bundesbürger ein Frühstück ein, 79,4 % hiervon im Haus und 7 % außer Haus. Gehen Jugendliche, junge Erwachsene und junge Paare gern ab und an zum Frühstück außer Haus, die Werte liegen zwischen 7 und 12 %, lieben es die Rentnerpaare eher gemütlich und zu Hause (94,8 %), das Frühstück außer Haus schlägt hier nur mit 1,8 % zu Buche.

Was ißt man nun in der Hauptsache zum Frühstück ?
  • 28,8 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bevorzugen einen süßen Brotaufstrich, 21,4 % legen Wert auf Fleischerzeugnisse und 16,6 % auf Käse.
  • Bei jungen Paaren ohne Kinder votierten 31,5 % der Befragten für süße Produkte, 23,4 % für die gute Wurst und 23 % für Käse.
  • 39,4 % der befragten jungen Familien mit Kindern räumen – verständlicherweise – dem süßen Brotaufstrich Rang 1 ein, 22,8 % präferieren Fleischerzeugnisse und 22,5 % Käse.
  • Bei Rentnerpaaren liebt man es eher süß, 59,3 % sind für Süßes zu haben, 27,1 % legen Wert auf Käse und 19,6 % bringen Wurst auf das Frühstücksbrot.
Beim 2. Frühstück ist die Wurst in allen 4 Befragungskategorien Spitzenreiter. Und das mit deutlichem Abstand vor Käse und süßen Produkten.

Die STOCKMEYER-Marktforschung sieht mit den Ergebnissen der Studie „Verzehrsverhalten in verschiedenen Lebenszyklusphasen“ erneut ihre Untersuchung zu den Käuferstrukturen bei Fleisch- und Wurstwaren bestätigt, wonach es im Hinblick auf eine verbesserte Ertragssituation des Handels in diesem Teilmarkt „schlummernde Potentiale“ zu mobilisieren gilt: über Sortenvielfalt, Angebotsformen und letztlich auch die Marke. Immerhin sei auch die Käuferreichweite, so die Daten von GfK ConcumerScan FreshFood, seit 1998 von 84,9 % bis 2003 auf annähernd 95 % gestiegen.

Das Teilsortiment BonAroma, Rohwurstspezialitäten im Servierschnitt auf dem Teller, Klein- und Ensemble-Packungen (z. B. die Aufschnitt-, Kombi-, Gourmet- und Genießer-Platten), allesamt STOCKMEYER DEUTSCHE MARKENWURST, aber auch alle Produkte des Wellness-Sortimentes PROVITAL geben dem Verbraucher, insbesondere jüngeren Zielgruppen, Anstöße unter dem Motto „Gutes Frühstück, guter Tag“. In diesem Zusammenhang verweist man in Füchtorf auf den Erfolg der jüngsten Produkteinführung, Teewurst Rügenwalder Art, fein und grob, in der Atmo-Frischebox, jeweils bestückt mit 5 Teewurst-Minis á 25 g. Jüngere Verwender hätten nahezu durchweg andere Ansprüche an ein Frühstücksprodukt wie Wurst, sei es die Handhabung der Packung, deren Größe, die Portionierung oder die Haltbarkeit.

Bei STOCKMEYER verkennt man nicht, daß es für den Lebensmittelhandel bei Frühstücksaktionen problematisch sei, Produkte des Trockensortimentes mit kühlbedürftigen Artikeln zu verbinden. Es sei aber machbar, wie die Praxis beweise und empfehlenswert allemal, denn Fleisch- und Wurstwaren seien nun einmal typische Frühstücksprodukte.
12. Februar 2004
13. Januar 2004
Appel - Die Traditionsmarke für Fisch und Feines
„Albrecht Dürers weltweit bekannten Initialen A und D auf Gemälden sind als Vorläufer der Marke unbestreitbar älter, aber ebenso unstrittig ist, daß APPEL zusammen mit wenigen anderen Marken den Beginn der Markengeschichte darstellt“, so Hans-Dietrich Kühl, Geschäftsführer von Appel, zu diesem Thema und er ergänzt, „7 von 10 Bundesbürgern kennen die Marke Appel“.

Die wechselvolle Geschichte der Marke Appel fand ihren vorläufigen Höhepunkt in der 1999 erfolgten Übernahme durch die Unternehmensgruppe Stockmeyer AG. Mannigfache „Aufräumungsarbeiten“ seien vonnöten gewesen, Investitionen in neue Betriebsstätten, deren Integration in das gruppeneigene Qualitätsmanagement-System, die Überarbeitung und Straffung vorhandener und die Entwicklung neuer Produkte, ganzer neuer Teilsortimente und deren sukzessive Implementierung am Markt. Diese Aufgaben sieht man heute im technischen Bereich als weitgehend abgeschlossen, auf dem Sektor Implementierung neuer Sortimente auf gutem Wege an, „die Gruppe war zuvor schon erfolgreich auf den Sektoren Seafood und Feinkostsalate tätig. Durch den Erwerb , die Integration und Neuausrichtung von Appel ergaben sich wertvolle Synergieeffekte“.

„Wir sind jetzt als Premium-Anbieter in nahezu allen Segmenten des Feinkostmarktes, auf dem Sektor Fischdauerkonserven, bei kühlbedürftigen Seafood-Erzeugnissen und im Teilmarkt Tiefkühlkost mit der Marke Appel vertreten“. Dabei konzentriere man sich auf den klassischen Lebensmitteleinzelhandel unter Verzicht auf die Vertriebsform Discount. Die kommunikative Renaissance der Marke Appel mit der Vermittlung entsprechender Inhalte in die Köpfe der Verbraucher sei für 2004, dem Jahr des 125-jährigen Markenjubiläums vorgesehen.

In der Tat kann sich die bisherige Bilanz der Sortimentsentwicklung sehen lassen:
  • Das Angebot ungekühlt haltbarer Produkte beinhaltet neben den Klassikern Mayonnaise, Remoulade, Würzsaucen, Fischkonserven mit vielen Neuheiten, einen neuen Brotaufstrich Paté del Mar, feine Zutaten und Spezialitäten bis hin zur Zucker-Couleur, auch an Kleinigkeiten erkennt man die Marke.
  • Zu den kühlpflichtigen Produkten zählen Heringsröllchen, übrigens mit dem Deutschen Verbraucherpreis als Produkt des Jahres 2002 ausgezeichnet und mit dem Testurteil „sehr gut“ der Zeitschrift Öko-Test geadelt, Heringshappen „nordischer Art“ und – gerade neu eingeführt - Appetitsilds, zarte Anchovis-Filets.
  • Neu hinzugekommen ist im Jahr 2002 ein TK-Sortiment mit hochwertigen Fischspezialitäten, das „noblesse oblige“ der Marke zeigt sich auch hier in der Liebe zum Detail, beispielsweise der Verfeinerung von Jacobs-Muscheln mit Muscadet-Wein.
Im Teilmarkt Fischdauerkonserven habe man eine Vielzahl von Produkten neu eingeführt:
  • Die Création des Jahres 2003, „Zarte Heringsfilets Tomate & Curry“,
  • ein vollständiges Sortiment Räucherware, das kaum Wünsche offen lasse,
  • den Klassiker „Brathering“, für APPEL selbstverständlich, auf der Basis von Heringsfilets,
  • ein zielgruppenverjüngendes „Snack-Sorti-ment“ Röllchen aus zarten Heringsfilets mit zeitgemäßen Saucen
  • und Mitte vergangenen Jahres, sozusagen als Krönung der Maßnahmen, ein Super-Premium-Sortiment „Heringsfilets“ mit raffinierten Saucen und nachvollziehbarer Herkunft der Rezepturen, beispielsweise „Venetia“ oder „Asia“, mit hohen Gemüseanteilen sowie leicht zu öffnenden Easy-Peel-Deckeln. Das Ganze unter dem bezeichnenden Namen Appel „Exquisit“.
Durch die Übernahme von RICHTER & GREIF mit NORDA im vergangenen Jahr, hat STOCKMEYER nicht nur die kritische Masse bei Fischdauerkonserven erreicht, man ist dadurch auch die Nr.1 unter den Markenanbietern geworden. Vom Teilmarkt Fischdauerkonserven, die STOCKMEYER-Marktforschung beziffert ihn mit rund 370 Mio. €, entfallen 2/3 auf Heringsfilets, 10 % auf Makrelenfilets, 5 % auf Bücklingsfilets und der Rest auf Bratheringe, Sprotten und sonstige Produkte. Mehr als die Hälfte des Marktvolumens entfällt auf Handelsmarken. Hier bietet sich der Feinkostsparte von STOCKMEYER erstmals die Möglichkeit alle Preisbänder abzudecken und als Markenanbieter auch an der Entwicklung von Handelsmarken zu partizipieren.

Was die Marke angeht, ist Appel mit einem Marktanteil von 10 %, durchweg in Premiumqualität, die Marke auf dem Sektor Fischdauerkonserven. Bei Sardinen und 100 g – Heringsfilets sieht sich APPEL als Marktführer auf Basis Wert.

Inzwischen hat man die Fertigung von Fischdauerkonserven in der hochmodernen Betriebsstätte von RICHTER & GREIF in Cuxhaven konzentriert, die Konsolidierungsmaßnahmen insgesamt schreiten fort. Zum 1. Januar 2004 wurde der Firmensitz nach Cuxhaven verlegt, d.h. Verwaltung (bislang in Hamburg) und Produktion sind vereint.

Schon Domizlaff stellte fest, jede Marke müsse über ein eigenes, unverwechselbares Gesicht verfügen, eine Analogie zum Menschen. Bei Appel hat man dieses Gesicht einfühlsam und erfolgreich einem „Anti-Aging-Programm“ unterzogen.

Auch nach 125 Jahren vermittelt die Marke Appel deshalb in jeglicher Hinsicht einen zeitgerechten und unverwechselbaren Eindruck. Die Sparte Feinkost in neuer Definition, sie umfaßt auch die BUSS GMBH in Ottersberg mit Naßsuppen und Fertiggerichten, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 231 Mio. € (11 Monate bzw. von 252 Mio. € in 12 Monaten ).
13. Januar 2004
11. Dezember 2003
Für das TK-Sortiment Fisch und Seafood von Appel gibt es Gute Gründe: Die Fisch-Kompetenz
Jenseits der erneut gestiegenen Käuferreichweite bei Fisch, sie liegt jetzt bei deutlich über 85 %, des hohen Pro-Kopf-Verbrauches von gut 14 kg und der Dominanz von Tiefkühlfisch mit 30 % bei den Angebotsformen, sieht man sich bei Appel durch die Einführung des TK-Sortimentes Fisch und Seafood bestätigt: Die Fischkompetenz bringt Erfolg.

Bald 125 Jahre reicht diese „feinköstliche“ Fischkompetenz der Marke APPEL zurück, die langjährige Erfahrung des Schwesterunternehmens CRUSTIMEX im Einkauf und der Veredelung von Fisch und Seafood ist nicht minder bedeutsam.

Fische, Schalen-, Krusten- und Weichtiere in TK-Haushaltspackungen hätten im vergangenen Jahr nach Daten des Deutschen Tiefkühlinstitutes nur noch ein Absatzwachstum von 1,2 % erzielt, dies sei aber der überdurchschnittlichen Entwicklung im Jahr 2001 geschuldet, Auswirkungen der BSE-Krise mit entsprechendem Rückgang bei Rotfleisch. Im 10-Jahresvergleich von 1992 bis 2002 habe sich der Absatz von TK-Fisch von 87.000 t auf 155.000 t annähernd verdoppelt.

Mit dem Anfang des Jahres eingeführten Sortiment tiefgekühlter APPEL-Meeresspezialitäten, so wird aus Hamburg verlautbart, halte man sich zwingend an Daten der qualitativen und quantitativen Marktforschung:
  • APPEL sei nicht nur eine alte, sondern auch eine starke Marke, 2 von 3 Bundesbürgern kennen sie,
  • Fischkompetenz wird der Marke „mit dem Hummer“ durchweg unterstellt,
  • selbst Probanden, die Fisch eher ablehnen (riecht, hat Gräten, schwierig zuzubereiten), zeigten sich gegenüber APPEL-Meeresspezialitäten aufgeschlossen,
  • die Originalität der Rezepturen, die Zubereitung und der Geschmack erhielten Bestnoten,
  • die Packungsgestaltung mit ihrer klaren Sortendifferenzierung, den großflächigen, appetitlichen Abbildungen und der informativen Rückseitengestaltung (Herkunftsnachweis, Nährwertangaben etc.) nicht minder.
Das Sortiment, erstmals zur INTER COOL im vergangenen Jahr vorgestellt und zwischenzeitlich bundesweit erhältlich, beinhaltet Produktneuheiten, aber auch Klassiker der Bereiche
  • Fisch-Spezialitäten (z. B. Thunfisch-Filetsteaks)
  • Garnelen-Spezialitäten (z. B. Scampi-Pfanne „Mediterrane Art“
  • Krebs- und Weichtierspezialitäten (z. B. Calamares à la Romana)
  • Meeresspezialitäten (z. B. Frutti di Mare)
Markenkäufer und Feinschmecker zählen in zunehmendem Maße zu ein- und derselben Spezies. Das bedeutet, „Pezzotini di Salmone“ oder „Jacobsmuscheln in Muscadet-Sauce“ findet man ausschließlich im klassischen Lebensmitteleinzelhandel. Tendenz zunehmend.

Damit das so bleibt, die Marke APPEL überdies weiter an Attraktivität gewinnt, wird man im nächsten Jahr zum 125. Firmenjubiläum erheblich in Markenwerbung investieren.
11. Dezember 2003
25. September 2003
Marktforschung Fleisch- und Wurstwaren: Neues Panel, neues Glück
Die STOCKMEYER-Marktforschung erfuhr mit Wirkung vom Januar dieses Jahres auf dem Sektor Marktbeobachtung eine Umstellung in 2 Bereichen. Zum einen fließen jetzt Daten aus dem IRI Handelspanel in die Analysen ein, zum anderen stellte die GfK u.a. bei Fleisch- und Wurstwaren ihre Datenerhebung vom 5.000er Panel mit Tagebuch auf ein neues 12.000er Frische-Panel mit Scanner-Erfassung um. Vorteil: Es ergibt sich ein Zugewinn in der Präzision der erhobenen Daten, die „Markt-Realität wird deutlich besser abgebildet. Nachteil: Die neuen Daten sind nur schwer in eine Relation zu den bestehenden Zeitreihen zu bringen.

Unstrittig sind die erneuten Wachstumsraten bei vorverpackten Fleisch- und Wurstwaren, hier im Vergleich der Zeiträume Januar bis Mai 2002 zu 2003. Laut IRI Handelspanel legte SB-Wurst in der Menge um 9 %, im Wert 5 Punkte zu und gab in der Preisentwicklung erneut um 4 % nach.

Erhebliche Unterschiede weisen die Daten zur Entwicklung der Angebotsformen auf, 56,4 % der Menge entfielen, so die Zahlen aus dem neuen 12.000er Scanner-Panel, auf SB-Ware und nur noch 37,8 % auf die Verkaufstheke. Zum Vergleich die Daten des Jahres 2002 nach den alten Erhebungsmodalitäten: 48,9 % für SB-Ware und 46,4 % für Bedienung. Logischerweise hat dies auch Auswirkungen auf die wertmäßige Darstellung, 48,1 % des Umsatzes fielen im 1. Halbjahr 2003 auf SB-Produkte, 47,9 % auf den Thekenumsatz.

Die Westfälische Fleischwarenfabrik Stockmeyer GmbH, Pionier für die Angebotsform Selbstbedienung, verzeichnet durch die neue Erhebungsform und deren Präzision eine erfreuliche Korrektur der Marktanteile bei markengekennzeichneten Produkten auf 4 %. Hans-Jürgen Meschkat, Geschäftsführer der Westfälischen Fleischwarenfabrik Stockmeyer, merkt hierzu an, „die neue Erhebungsqualität spiegelt wirklichkeitsnah den Erfolg unseres marktorientierten Handelns wider“.

Die Auswirkungen der Erhebungsmodalitäten bei den Einkaufsstättenanteilen sind geringer, wenn man von dem erheblich reduzierten Teil Bedienungsware, der auf das Fleischerhandwerk entfällt, absieht. 8.000 Haushalte der neuen Stichprobe erfassen Bedienungsware. Auf Basis Menge entfallen auf das Metzgerhandwerk noch 46,8 % (2002 = 50,1 %), der traditionelle Lebensmitteleinzelhandel liegt bei 15,5 % (14,6 %), auf die Verbrauchermärkte entfallen 27,4 % (25,6 %). Bei vorverpackten Produkten scheint auch die Erfassung auf neuer Basis zu bestätigen, daß die Vertriebsform Discount wichtigster Absatzkanal bleiben wird. Rund 63 % der Menge entfallen auf diese.

„Gute Fleisch- und Wurstwaren werden immer nachgefragt werden“, so Meschkat, „gemeinsam mit dem Handel müssen wir aber auch neue Märkte schaffen und erschließen. Der psychosoziale Trend zu Wellness und Gesundheit, bislang durch unser ProVital-Sortiment nur unzulänglich ausgeschöpft, wird in einem Sortiments-Relaunch seinen Niederschlag finden“.
25. September 2003
25. September 2003
Der Markt, die Fleisch-Veredelung und das Jubiläumsjahr
Trotz eines von 200 ( 2001/2002 ) auf 215 Mio. € gestiegenen Gesamtumsatzes der Sparte Fleischveredelung im verflossenen Geschäftsjahr ( 11 Monate ), war das Jahr 2002 ebenso problembeladen wie das vorhergehende. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung, damit verbundener, steigender Arbeitslosenzahlen und unendlicher Diskussionen um eine Reform der sozialen Systeme, gleichzeitig mit den Auswirkungen des „Teuro“ konfrontiert, sah der Verbraucher Einsparmöglichkeiten nur noch auf dem Sektor Nahrungs- und Genußmittel. Dieses führte zu einer extremen Discountorientierung.
Fleischwaren und Wurst verloren im vergangenen Jahr 1 % im Umsatz, 4 % im Absatz, gleichzeitig gaben die Preise um 4 % nach. Bedienungsware blieb der große Verlierer mit 9 % weniger Absatz, vorverpackte Produkte legten hingegen ein Wachs- tum von 8 % vor.
Im Hinblick auf den zu betrachtenden Zeitraum ist festzustellen:
  • Auf SB-Wurst entfielen mehr als 50 % des Gesamtabsatzes, Tendenz weiter zunehmend.
  • Trotz Investitionen in das QS-System
  • wiesen die Preise im Jahr 2002 allesamt nach unten – gleichviel welche Angebotsform,
  • was mit der verstärkten Inanspruchnahme der Vertriebsform Discount durch den Verbraucher zusammenhängt.
  • 63,8 % des Absatzes von vorverpackten Fleisch- und Wurstwaren entfielen 2002 auf diese Vertriebsform.
Die Sparte Fleischveredelung der STOCKMEYER AG, sie umfaßt neben der WESTFÄLISCHEN FLEISCHWARENFABRIK STOCKMEYER GMBH & CO KG, die ANTON RIEDL SPEZIALITÄTEN GMBH, die 2001 übernommene und nach Füchtorf verlagerte FLEISCHWARENFABRIK WALTNER/Köln und das Engagement in Polen, verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr Wachstum in allen Bereichen. Der Vorstand Heinrich Risken führt das auf die universelle Ausrichtung der Unternehmen zurück, die Marken wie STOCKMEYER DEUTSCHE MARKENWURST; PROVITAL, FERDI FUCHS oder RIEDL pflegen, gleichzeitig aber auch mit dem Handel handelseigene Marken und Handelsmarken konzipieren und realisieren.

Im 90. Jubiläumsjahr beschäftigt man sich bei der WESTFÄLISCHEN FLEISCHWARENFABRIK STOCKMEYER GMBH mit der Konsolidierung des Sortimentes STOCKMEYER DEUTSCHE MARKENWURST und dem Relaunch des Wellness-Sortimentes PROVITAL. Die Zeichen hierfür stehen insgesamt günstig, spricht doch alles dafür, daß sich in Zeiten wirtschaftlicher Erholung der Trend zur Marke ebenso belebt, wie der psychosoziale Trend zu Wellness und Gesundheit.
25. September 2003
25. September 2003
Allen Widrigkeiten zum Trotz: Positives Konzernergebniss
Auch 2002 war kein leichtes Jahr / Unternehmensstrategie federt Sparsamkeit und Discountorientierung der Verbraucher ab / Konzernergebnis erneut positiv bei weiterem Wachstum / Unterschiedliche Entwicklung der Geschäftsfelder / Konsolidierung APPEL schreitet voran/ STOCKMEYER 2003 im 90. Jubiläumsjahr

Der Konzernabschluß für das zurückliegende Geschäftsjahr 2002 beinhaltet lediglich 11 Monate, da erstmals operative Gesellschaften und Holding zum Ende des Kalenderjahres bilanzierten. Bislang war bei versetzten Wirtschaftsjahren jeweils der 31. Januar Stichtag.

Mit 741 Mio. € Gruppenumsatz per 31.12.2002 und unter Berücksichtigung des um einen Monat verkürzten Zeitraumes, sei man – so der Vorstand Heinrich Risken – verhalten zufrieden. Das Jahr 2002 gehe als „Jahr der Sparsamkeit“ in die Annalen der Geschichte ein, denn ein durch die wirtschaftliche Entwicklung zutiefst verunsicherter oder von dieser betroffener Verbraucher, habe häufig nach der Metapher „Geiz ist geil“ eingekauft und konsumiert. Diese Entwicklung halte an. Trotzdem - bewerte man das zurückliegende Geschäftsjahr rein theoretisch als „Jahr mit 12 Monaten“, also unter Einbezug des Monats Januar 2002, ergäbe sich ein Umsatzvolumen von 808 Mio. €.

„Die seit langem verfolgte Unternehmensstrategie, einerseits die Marken zu pflegen, andrerseits auch gegenüber Handelsmarken und handelseigenen Marken aufgeschlossen zu sein, hat sich weiterhin bewährt“, so Heinrich Risken. Hinzu kämen die positiven Auswirkungen der seit Jahren betriebenen, maßvollen Diversifikation und damit verbunden, ein wachsender Umsatzbeitrag aus neuen Geschäftsfeldern.

Dieser Kurs werde beibehalten. Im 90. Jubiläumsjahr der WESTFÄLISCHEN FLEISCHWARENFABRIK STOCKMEYER GMBH & CO KG, sieht man diese „Urzelle“ der nach wie vor eigentümergeführten Unternehmensgruppe und deren Gesellschaften gut aufgestellt.
  • Die Sparte Fleischveredelung, sie besteht aus der STOCKMEYER KG, der ANTON RIEDL SPEZIALITÄTEN GMBH, der 2001 übernommenen und zwischenzeitlich nach Füchtorf verlagerten FLEISCHWARENFABRIK WALTNER/Köln und dem polnischen Unternehmen BALCERZAK I. SPOLKA, erfährt notwendigerweise weitere strukturelle Anpassungen.
  • die Feinkostsparte „schart sich“ um die Marke APPEL, deren Konsolidierung weiter fortschreitet. Im nächsten Jahr begeht Appel das 125. Jahr des Bestehens.
  • Die Sparte Pet Food ist ein „ruhiger Wachstumsmarkt“, dessen Internationalisierung vorangetrieben werde.
Die Sparte Fleischveredelung
Die einzelnen Unternehmen wurden vorhergehend erwähnt, die Sparte Fleischveredelung beendete das Geschäftsjahr 2002 ( 11 Monate ) zum 31.12.2002 mit einem Umsatz von 215 Mio. € (12 Monate 235 Mio. €). Der Marktanteil aller markengekennzeichneter Produkte Fleisch- und Wurstwaren lag auf Basis Menge bei annähernd 3 %, was ein sich verstetigendes Wachstum widerspiegelt.

STOCKMEYER DEUTSCHE MARKENWURST und das Wellness-Sortiment PROVITAL behaupteten sich gut in einem Markt, der infolge des auf Sparsamkeit ausgerichteten Verbraucherverhaltens durch extremen Preiswettbewerb geprägt war.

Das Engagement in Polen, im Hinblick auf die bevorstehende Osterweiterungen der EU als Operationsbasis zur Erschließung der osteuropäischen Märkte gedacht, entwickelte sich weiter planmäßig, trotz widriger Umfeldbedingungen.

Die Sparte Feinkost
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 wurde ein Umsatz von 231 Mio. € ( 11 Monate ) erzielt (12 Monate 252 Mio. €).

Der Bereich Fertiggerichte / Naßsuppen entwickelte sich konform zum nach wie vor wachsenden Convenience-Markt. Die BUSS GMBH in Ottersberg bei Bremen ist konsequent auf Kostenführerschaft und innovative Produktsegmente ausgerichtet. Trotz sparsamer Verbraucher reüssierte das Unternehmen auch im Bereich der Marken mit FRISCHERIA, küchenfertigen, gekühlten Fertiggerichten und dem Premium-Sortiment OMI`S.

Die APPEL FEINKOST GMBH, die FÜNGERS FEINKOST GMBH in Oranienbaum / Wuppertal, sowie die CRUSTIMEX. GMBH, arbeiten überwiegend in von Wachstum gekennzeichneten Märkten. Nach den anhaltenden Konsolidierungsanstrengungen um die Marke APPEL, konnten im verflossenen Geschäftsjahr RICHTER & GREIF bzw. die Marke NORDA in das organisatorische Gefüge integriert werden. Dieses ist zwischenzeitlich geschehen.

Die Sparte Pet Food
Die Sparte PET FOOD, auch im Jahr 2002 mit Rohstoffproblemen bei Rotfleisch und Geflügel konfrontiert, verzeichnete 2002 trotzdem einen Umsatzschub auf 247 Mio. € ( 11 Monate, bzw. 270 Mio. € in 12 Monaten). Die SATURN PET FOOD GMBH in Bremen, europaweit die Nr. 2 auf diesem Markt, ist konsequent auf Handelsmarken und handelseigene Marken ausgerichtet und entwickelt mit den Handelsunternehmen eigenständige Konzepte für Tiernahrung auf der Basis von Vollsortimenten.

Die Betriebsstätten in Bremen und Hattem / NL sind seit geraumer Zeit voll ausgelastet. Die hieraus resultierenden Kapazitätsprobleme erfordern dringend Erweiterungsinvestitionen, die bereits das Planungsstadium verlassen haben.

Die auf den Zoo-Fachhandel ausgerichtete ANIMONDA GmbH erzielte auch im Geschäftsjahr 2002 positive Ergebnisse.
25. September 2003
141 - 149 (von 149)
Seiten 1 2 3 4 5 6 7 8
ADRESSE
heristo aktiengesellschaft
Parkstraße 44-46
Germany 49214 Bad Rothenfelde
Tel.: 05424 299-0
Fax: 05424 299-111
E-Mail: